Einfacher Proxy im Docker: 3proxy – klein, schnell und zuverlässig
Es braucht nicht immer große Tools mit dutzenden Funktionen. Manchmal reicht ein kompaktes Tool, welches funktioniert. 3proxy ist genau das – unkompliziert, schnell und seit Monaten mein Favorit im Alltag.
Das Docker-Image wird vom Entwickler tarampampam gepflegt, während die eigentliche Anwendung auf dem Projekt 3proxy/3proxy basiert.
Ob du über deinen eigenen Server ins Internet möchtest, Verbindungen tunneln willst oder einfach nur einen schnellen SOCKS- oder HTTP-Proxy brauchst – 3proxy erledigt seinen Job zuverlässig und ohne viel Aufwand.
🛠 Voraussetzungen
Bevor es losgeht, brauchst du natürlich eine funktionierende Docker-Umgebung.
Wenn du Docker noch nicht installiert hast, findest du hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du das auf Ubuntu mit einem Script erledigst:
Sobald Docker läuft, kann es direkt weitergehen.
⚙️ Das Docker-Compose File
Die Installation ist denkbar einfach.
Per Docker-Compose bist du in wenigen Sekunden startklar:
---
services:
3proxy:
image: ghcr.io/tarampampam/3proxy:1.8.2
container_name: 3proxy-server
hostname: 3proxy-server
environment:
PROXY_LOGIN: proxyuser1
PROXY_PASSWORD: GNusEj9SAp
PRIMARY_RESOLVER: 1.1.1.1
SECONDARY_RESOLVER: 8.8.8.8
MAX_CONNECTIONS: 1024
PROXY_PORT: 3128
SOCKS_PORT: 1080
restart: unless-stopped
Das ist eine einfache Grundkonfiguration.
Der Proxy lauscht auf Port 3128 (HTTP) und 1080 (SOCKS) und nutzt Cloudflare- und Google-DNS als Resolver.
Denk natürlich daran die Ports in deiner Firewall freizugeben.
Den Container startest du anschließend mit docker-compose up -d.
🧩 Verwendungsmöglichkeiten
Mit Tools wie FoxyProxy kannst du den Proxy bequem im Browser eintragen und gezielt Websites über deinen Server aufrufen.
Das ist zum Beispiel praktisch, wenn du:
- einen sicheren Ausgangspunkt für deine Anfragen brauchst,
- oder einfach mit einer deutschen IP im Ausland surfen willst.

🔍 Tipp: Logs prüfen
Nach dem Start lohnt es sich, kurz einen Blick in die Logs zu werfen:
docker-compose logs -f
So siehst du direkt, ob dein Proxy läuft und auf welchen Ports er lauscht.
Danach kannst du ihn bedenkenlos im Alltag einsetzen.
3proxy lässt sich übrigens weiter ausbauen – etwa mit IPv6-Unterstützung, zusätzlichen Benutzern oder erweiterten ACLs.
Für die meisten privaten oder Test-Szenarien reicht aber schon die einfache Version aus.
🔗 Fazit
Ich mag Tools, die einfach funktionieren.
3proxy ist genau so eins: Einfach starten und du hast deinen eigenen Proxy.
Klein, schlank, zuverlässig.
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